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Montag, 20. Januar 2014

Der schlechte Mensch

Er ist getrieben von Neid und Gier,
trägt fremde Federn zu seiner Zier.
Hat die Anderen stets im Blick,
sein falsches Lächeln ist geschickt.
Erfolg anderer ihn tief kränkt.
Hofft stets auf Glückes Geschenk.
Vergisst wer und was er ist,
weil er sich nur an Anderen misst.
kann sich nicht für Dritte freuen,
und jeden Fürspruch reuen.
Blinder Hass sein Herz vernarbt.
kranke Seele im Dunkel darbt.
Doch das Leben wäre ein Fest,
wenn man ihm die Freude lässt.
Aber er lieber bleibt verbissen,
muss wahre Freunde weiter missen.

Montag, 10. Oktober 2011

Geisterschiff


Gefangen in meiner Leere,
treibe ich vor mich hin.
Bei voller Fahrt im Meere,
verlor ich all mein Sinn.
Nun irre ich in stiller See,
Sonne wärmt das müde Deck.
Ich noch keine Hoffnung seh,
so komm ich nie vom Fleck.
Durch Willkür der Gezeiten,
laufe ich auf einsames Land.
man sah mich wohl von weiten,
so das man mich hier fand.
Ein schiffbrüchiger Skipper,
nimmt sich meiner Seele an.
bringt mich zurück ins Wasser,
und der Wind trägt uns voran.
Fortan kreuzen wir gemeinsam,
durch des Lebens grosses Meer.
Sind beide nicht mehr einsam,
geniessen dieses Glücks so sehr.

Freitag, 24. September 2010

Weg

Weg, der du da vor mir liegst
in endloser Verzweigung.
Fällt es noch schwer,
den Gegangenen zu begreifen.
Ruft des Lebens Takt schon
nach dem nächsten Schritt
auf dem des eben Gewählten,

Weg, der du da hinter mir liegst.
bleibst in ewig Teil von mir.
Schärfst die Sinne,lässt begreifen,
was du denn warst und heute bist.
Zurück bleibt die Erinnerung
an den einen Augenblick,
bereichert zugleich den Nächsten.

Augenblick, der du da bist
auf jenem Weg auf dem ich bin.
In jedem von dir die Frage steht,
welcher Weg der meine sei.
Bist immer da und schon verblasst,
unabänderlich und wahr,
und des Weges zeichnend Stift.

Donnerstag, 23. September 2010

Erkenntnis

Dunkler Seelenschatten
liegt auf meinem Herz,
doch nicht allein durch warten
löst sich dieser Schmerz.

Seelenspiegel

Trist der Lauf der Dinge,
one way Highway.
Die Zeit geht, kaum Platz zum verharren,
zum innehalten, zum orientieren.
Es scheint der geradlinigste aller Wege
so unendlich, so unerreichbar.
Kein Weg zurück,
keine Abzweigung in Sicht.
Das Schiff am sinken,
ohne unterzugehen.
Der Schritt nach vorn,
doch nur ein Tritt auf der Stelle.
Eh du es begreifst,
ein abtreiben vom Leben.
Der Ausweg, nur ein Sprung ins Leere,
der alles von Dir löst,
mehr als du willst,
mehr als du dir traust.
Die Waage der Entscheidung,
auf ewig gleichen Stand.
Was du gewinnst,
wieviel du verlierst.
Und oft erscheint das Gewonnene
wie das Verlorene.
Kompromiss der dir raubt
was er dir gibt
keine Klarheit,
wo ist die Wahrheit.
Leben ohne Sinn,
oder Sinn ohne Inhalt.
Die Grenze des eigenen Gedanken,
aufgerieben, ohne Orientierung
auf der Suche nach Halt.
Haltloser Boden
für der Seele fester Stand.
Der Kosmos endet,
wo das Leben beginnt.
Der Traum verpufft,
wenn des Tages Licht ihn streift.
Endlose Tiefen
zwischen Schein und sein,
dem Gedachten, dem Geglaubten,
dem Gefühlten und dem Gelebten.
Definiert der Traum das Leben
oder lebt der Traum.
Die Leichtigkeit des Gesehenen
eröffnet wenig des Gefühlten,
entpuppt sich alsbald selbiges
als schwere Geisteskost.
Der Reiz des Neuen
Motor oder Zerstörer,
Quelle oder Joch.
Die Endlosigkeit als Hoffnung
oder doch nur Illusion.
Der Raum in mir
oder ich im Raum.
Beherrscher oder Beherrschter,
Geisel der Gedanken
oder Schöpfer ihrer Essenz.
Der Weg nach vorn scheint
wie ein Weg zurück.
Wahrer Segen oder
paradoxes Glück.
Liegt das vor
doch weit hinter uns zurück.
Überfragt, Überfordert, Überlastet.
oft führt der Weg zu Gott
ohne Streben und Kraft
selbst zu lösen.
Statt dessen Leben mit Segen,
vermeintlich definiertes Glück.
Doch wo liegt meine Lösung?
Wo liegt mein Glück?